Die Idee, Strandmosaike zu legen, entstand nicht spontan, sondern war vielmehr ein Prozess, der sich über viele Jahre entwickelte. Aus anfänglicher Sammelleidenschaft und dem Wunsch, meine Schätze vor mir auszubreiten, entstanden nach und nach kleinere Arrangements und später dann die ersten Strandmosaike.
Diese fügen sich harmonisch in Ihre Umgebung ein, da ich ausschließlich das verwende, was am jeweiligen Strand vorkommt Muscheln, Steine, Ton, Treibholz usw. Da die Mosaike lediglich lose im Sand verlegt sind, unterliegen sie dem Charme der Vergänglichkeit, denn schon bald verleiht die Natur dem Strand ein immer wieder neues Gesicht.
Die hier gezeigten Werke sind nicht ausschließlich in Allein-Arbeit entstanden, denn so manches Mal fanden sich interessierte Strandläufer ein, um mitzuhelfen. Geplante Workshops im Rahmen von Kinder- und Jugendfahrten, die Mitgliedschaft in der DOMO (Organisation deutscher Mosaikkünstler) und eine Strand-Mosaik-Ausstellung als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Mosaikkünstler zu initiieren, sind daher die ersten Schritte auf dem Weg von Passion zu Profession.
So charmant es auch sein mag, ein Mosaik nur auf Zeit zu „besitzen“, begann sich doch irgendwann der Wunsch zu formen, ein Mosaik dauerhaft haben zu wollen. Und so begann ich, mich näher mit der Mosaikkunst zu beschäftigen. Besondere Faszination übt dabei die unglaubliche Farb- und Strukturvielfalt, die das Material Glas bietet, auf mich aus.
Inzwischen ist der Anfang gemacht. Die ersten Glasmosaike sind entstanden, ausschließlich unter Verwendung von Altglas wie Flaschen, Gläsern, ausgedienten Vasen usw.
Und während meine permanent wachsende Materialsammlung danach trachtet, mich aus meinem kleinen Reich zu verdrängen, eröffnen sich mit jedem neuen Projekt auch unzählige neue Ideen, Wege und Gestaltungsmöglichkeiten.
Unbewusst habe ich mich wohl schon immer daran gehalten. Und während um mich herum Einer nach dem Anderen seinen Weg fand, war ich immer noch auf der Suche nach dem, was ich tun möchte.
So erscheint es nur allzu logisch, dass ich nach meiner Lehre zur Wirtschaftskauffrau zuerst Betriebswirtschaft und einige Jahre später Innenarchitektur studiert habe.
Parallel dazu arbeitete ich saisonal oder regelmässig auf Messen, Events, im Personalleasingbereich, der Gastronomie oder als Betreuer im Rahmen von Kinder- und Jugendfahrten.
Mehrere unfallbedingte Auszeiten entpuppten sich im Nachhinein als unverhoffter Zeitgewinn, den ich nutzte, um meiner Kreativität und dem Bedürfnis, zu basteln, bauen und werkeln freien Lauf zu lassen.
So begann ich, mich neben Buchbinden, Seiden-Malerei, dem Logo-Entwurf und Grafikdesign der Fotografie zu widmen. Ich entwerfe Leuchtreklamen oder Individualmöbel, gestalte Cover und Layouts, verlege Fussböden, kreiere Farbkonzepte und vor allem ich lege Mosaike.
Ob zu Hause oder am Strand jedes noch so kleine Detail, dass ich finde, möchte ich in einem Gesamtwerk zusammenfügen. Und ohne es gemerkt zu haben, passen wie bei einem Mosaik mit einem Mal alle „Bausteine“ zusammen. Und alles, was ich kann, wird mein Tun in der Zukunft bestimmen.
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